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Also die 2 kg, die ich in den letzten Tagen bei Lardo-(das ist der schöne weiße Bauchspeck, ihr wißt es schon...), Capocollo- (Kopfnackenschinken, klingt ja nicht so toll aber ist sehr, sehr lecker, wird aus den Fleischstücken vom Nacken und Kopf des Schweines hergestellt), Salami-, Schinken-, Wein-, Eidegustation (Ja, EI, richtig gehört, der gebührt aber ein extra Blogbeitrag, da erzähle ich Euch wie man die besten italienischen Eier richtig brät und degustiert...), Schokoladendegustation bei Amadei... Trüffel bei Savini.... Erstmal erzähle ich Euch jetzt aber, wie man eine neue Nudelsorte bei Martelli zelebriert. Ich kam allerdings nicht dazu, über die Martellipasta zu reden, das Thema Liebe/ tema amorewar angesagt. Nun gut, auch interessant. Ob des spannenden Themas und weil es in Italien eben so üblich ist, kamen wir etwas zu spät zur Nudelpräsentation Martelli, die um 18.30 im Hotel beginnen sollte. Das hätten wir mal lieber nicht tun sollen, denn der Raum war rappelvoll und wir mussten draussen stehen, zusammen mit den anderen Martellis Lucia, Chiara und Laura, einzig und allein Dino war schon vorn am Rednerpult zu sehen. Zunächst ging es um die Geschichte der Pasta. Marco Polo hat sie von China nach Italien gebracht doch Fakt ist, dass seit Jahrhunderten viele Völker aus Mehl und Wasser Teigwaren auf verschiedenste Art und Weise hergestellt haben. Den Römern schon ist Pasta aus grano duro/ Hartweizen e l`arte di fare la pasta/ die Kunst des Nudelmachens schon bestens bekannt. Die beste Pasta in Italien kam aus Sardinien per Schiff nach Pisa und war durch die Transportwege ein ganz teures Produkt/ un prodotto carissimo, nur den Reichen vorbehalten. Pasta kostete das Doppelte wie Fleisch/carne und war ein Luxusprodukt/ un prodotto di lusso! Jedenfalls, die Idee wurde geboren und man schritt unverzüglich dazu, sie in die Tat umzusetzen. Das bedeutete erstmal 2 Monate lang jeden Tag ein bis zweimal Fusilli zu probieren, nämlich die von der Konkurrenz. Denn man wollte natürlich bei Martelli nicht nur Fusilli produzieren sondern den fusillo superlativo, Fusilli der Superlative. Es ist anzumerken, dass jeder Italiener 1 - 2 Mal pro Tag ißt, aber immer die gleiche Nudelsorte, das ist wahrhaft nicht so einfach.. Ich kann Euch sagen, das hat geklappt. Die neuen Martellifusilli sind Superpasta. Knoblauch fein hobeln und in gutem Olivenöl leicht anbraten, Tomatenpüree (bald gibt es das gute Tomatenpürree von BioColombini auch bei Euch...) dazu geben, Peperonipulver für die Schärfe und Zucker als Gegenpol, alles aufkochen und Sahne dazu geben. Pasta kochen (Ihr wißt wie man Pasta kocht: ohne einen Schuß Öl, viel Wasser, schön sprudelnd kochen, Salz erst nach dem Siedepunkt ran, nicht abschrecken), abgießen, Pasta in die Soßenpfanne geben, schön vermischen und noch einmal ziehen lassen. Dann servieren. Wer es mag noch Parmesan drüber geben und... GENIEßEN! Natürlich darf eine Pastadegustation im Anschluß nicht fehlen. Es war ein toller Abend mit netten Menschen und leckerer Pasta. Wieder einmal merke ich, dass ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin... Naja, und dass ich mich schon auf den Sommer freue und darauf, Euch die Fusilli bei meinen Führungen durch die Nudelfabrik Martelli selbst vorzustellen, das ist ganz klar...
Mit Sicherheit würde mir ein netter Abend in Pisa bevorstehen, das wußte ich, seit ich die Einladung zur Präsentation der neuen Martellinudelsorte Fusilli im Royal Victoria Hotel in Pisa von den Martelli`s erhalten hatte.
Als wir ins Gespräch vertieft über die Ponte di Mezzo in Pisa über den Arno schlurften rief uns einer der Passanten zu „Pasta Martelli é la Pasta migliore del mondooo“/ Pasta Martelli ist die beste Pasta der Welt.Luca war erkannt worden. Ist ja wie im Film hier, dachte ich bei mir. Nein, das habe ich mir jetzt nicht ausgedacht, das war wirklich so J.
Überflüssig, zu erwähnen, dass wärend der Vorträge einige Male Handys klingelten (was man so Klingeln nennte, es ertönte abwechselnd Hähnekrähen, Rockmusik, Klavierklänge).
Und hier lasse ich mal die Bilder sprechen/ faccio parlare le immagini:
Beim nächsten Mal, wie gesagt, zelebrieren wir die Kunst, Spiegleier zu braten. Natürlich nicht irgendwelcher Eier, sondern Superlativeier! Wie sollte es anders sein?
Die Fusilli sind auch für „soloprodottiitaliani“ schon im „Anmarsch“ und können bald dort bestellt werden aber wartet lieber noch bis auch die anderen feinen Leckereien aus Lari dort erhältlich sind. Natürlich nur wenn Ihr es aushaltet, wo ich Euch doch dauernd so den Mund wässrig mache...